Pilzreise PNW
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Photos von Westcoast Speisepilzen      Artikel: Die beliebtesten Speisepilze im Pazifischen Nordamerika

  Neu: Kalifornien   8-23. Januar 2011

Der "Winter" ist die Pilzsaison in Kaliforniens Küstenwäldern. Während die Sierra tief verschneit ist, tümmeln sich die Pilze (Speisepilze wie etwa Pfifferlinge [C. californicus], Coccora [Amanita lanei], Totentrompeten, Matsutake, Steinpilze etc.) in den küstennahen Mammutbaum-Urwäldern und um die Steineichen. Dazu gibt es interessante und lehrreiche Pilzfestivals in der traumhaften Weinregions Nordkaliforniens. Auf meiner Westcoast Speispilze Seite habe ich Photos von etlichen der besten Pilze: http://www.danielwinkler.com/pilze_des_pnw.htm
Die Reise beginnt und endet in San Francisco
       Kosten
€2250 per Teilnehmer (8-12 Teilnehmer)
€2650 per Teilnehmer (4-7 Teilnehmer)
              Einzelzimmerzuschlag €500

[Überlandtransport, Übernachtung / Frühstück, Eintritt zu National Parks und SOMA Pilzkonferenz] - Mehr Details bald.

(letzte Überarbeitung 14.9.2010)

Pilz und Naturreise
Pazifischer Nordwesten - USA

Oktober 2012

Diese Reise wendet sich speziell an Pilzenthusiasten, deren Interesse über Pilze hinausgeht. Wir werden keine der Naturschönheiten dieser wunderbaren Ecke Nordamerikas auslassen. Wir werden uns Pilzen, Pflanzen, Wäldern, Wildtieren, Heißen Quellen, Bergen und dem Meer mit seinen Walen und Tümmlern widmen. Auch werden wir uns einen Eindruck machen über die städtische und ländliche Lebensweise im Pazifischen Nordwesten.

Oktober ist der beste Pilzmonat des Jahres hier im Pazifischen Nordwesten (PNW). Nach dem knochentrockenen Sommer - man mag es kaum glauben, aber der PNW hier ist als mediterranes Klima klassifiziert, setzen die Herbst und Winterregen wieder ein, die Washington, Oregon und British Columbia ein unglaublich sattes Grün und zahllose Pilze bescheren. Im Oktober treten Fröste nur im Hochgebirge auf, um langsam in die niedrigen Lagen herabzusteigen.
Mt Rainier (4400m), bei den Indianern ursprünglich als 'Tacoma' - Grosser Schnee - bekannt, überragt die bewaldet scheinenden Hügel von Kirkland and Bellevue.
Photo: Kirkland, 23.Juni 2007, D.Winkler

Ein Großer Schwertwal (Orcinus orca) der sich überwasser umschaut.

Die reiche Pilzsaison wird von den Mykophilen vielerorts im Pazifischen Nordwesten ausgiebig genossen und gefeiert. Pilzausttellungen der örtlichen mykologischen Gesellschaften werden in den Städten angeboten und die Klubs bieten Pilzexkursionen für ihre Mitglieder an. Zudem werden "Forays" organisiert, an denen pilzinteressierte “neofungals” und Schwammerlbessene teilnehmen um sich der örtlichen Funga, d.h. Pilzflora, zu widmen. Für diese Reise habe ich eines der interessantesten und schönsten Pilzereignisse des Pazifischen Nordwesten ausgewählt, die Pilzkonferenz an den Breitenbush Thermalquellen (s.u).
Am Freitag werden wir in die Cascades Mountains östlich von Seattle fahren, um die Pilze für uns und die Ausstellung zu sammeln. Neben der Pilzausstellung werden wir auch Seattle und seine Sehenswürdigkeiten besuchen. In Seattle erhielt George Bush ganze 17% der Wählerstimmen bei der Wahl in 2004.
Nach Seattle werden wir die Olympic Peninsula besuchen, deren bewaldete und wild zerklüftete Küste Zeiten heraufbeschwört bevor Europäer hier gelandet sind und gekrönt ist vom vergletscherten Mt. Olympus (2430m). Das Gebirge und seine Ausläufer sind geschützt als Teil des Olympic National Park. Wer hat noch nicht über die Bilder aus den weltberühmten temperierten Regenwäldern gestaunt, wo gigantische Douglasien (Pseudotsuga menziesii), die weltgrössten Fichte [eine Sitka Fichten, Picea sitchensis)], Hemlocktannen (Tsuga heterophylla), Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) und die breitkronigen, großblättrigen Ahorne (Acer macropyllum) von extrem dicken Moosschichten überzogen und von meterlangen Usnea-Flechten verhangen sind. Im Unterwuchs treffen wir auf die pazifische Eibe (Taxus brevifolia). Die Regenwälder werden durchstreift von Herden von „Roosevelt Elks“ (Cervus canadensis roosevelti), eine endemische Rotwildart.
Das idyllisch gelegene Port Townsend, ein ehemaliger Walfang- und Nachschubhafen für den Alaska-Goldrausch, dient uns als Ausgangspunkt für whale watching. Wir werden uns mit einem kleinen Boot auf die Suche nach einem der stationären Orca- oder Killerwalgruppen begeben. Auch wenn es keine Garantie auf Sichtung der Orcas gibt, sollten wir zumindest Tümmlerdelphine, Seehunde, und Weißkopfadler sehen können.  
Am darauffolgenden Wochenende (21.-24.10. 2010) findet in Oregon (2 Stunden südöstlich von Portland) in Breitenbush Hot Springs eine dreitägige Pilzzusammenkunft statt, bei dem uns professionelle Mykologen zur Verfügung stehen. Breitenbusch ist einer meiner Lieblingsorte im Pazifischen Nordwesten. Etliche wunderschöne, natürliche heiße Quellen steigen aus dem vulkanischen Untergrund hervor. Die abgelegene, geothermale Zone ist umgeben von pilzreichen Wäldern und Bergen. Diese Kombination aus sich entspannen in heißen Quellen, saunieren, Schwammerlsuchen, Pilzvorträgen und naturverbundenen alternativen Lebensstil ist traumhaft und sucht weltweit seinesgleichen! Vulkanismus wird noch mal sehr anschaulich, wenn wir auf dem Rückweg von Oregon Mount St. Helens besuchen, der 1980 bei einer gewaltigen Eruption seinen Gipfel verloren hat und von dem nochmals zwischen 2007 und 2009 wieder Lava ausströmte. Zudem werden wir versuchen Fruchtkörper des derzeit weltgrößten Organismus, eines 44,000 ha großen Hallimaschs (Armillaria ostoyae, ehemals A. mellea) zu finden.

Vancouver BC Mykologe Paul Kroeger geht durch die nach Familien sortierte Pilzssammlung in Breitenbush 2004.
Photo: October 2004, Breitenbush Hot Springs Oregon, USA
© Daniel Winkler
Cordyceps ophioglossoides (=C. capitata), die Zungen-Kernkeule, einer der ganz wenigen Keulenpilze, der sich nicht von Insekten ernährt, sondern auf einem Trüffel (Elaphomyces spp.) parasitiert und nun Elaphocordyceps ophioglosspides heist.
Photo: October 2004, Breitenbush Hot Springs Oregon, USA © Daniel Winkler


Da haben wir erstmal zehn Tage Pfifferlinge geputzt und gekocht um sie einzufrieren.
Photo: October 2002, Kirkland, WA © Daniel Winkler
Pilzausstellung des Puget Sound Mycological Society in Seattle. Im Vordergrund etliche Arten von Boletus, so z.B. Steinpliz (B.edulis, l.u.), Bittersteinpilz (Boletus coniferarum, grosse Kappe in der Mitte), Boletus zelleri, (Mitte vorne), Rotkappen (Leccinum auranticum, 3.Tablet links). Photo: October 2004, PSMS Mushroom Exhibition, Seattle, WA-USA © Daniel Winkler
Die beliebtesten Herbstspeisepilze
Die Wälder des Pazifischen Nordwestens sind unglaublich reich an Pfifferlingen. Hiesige Pfifferlinge (Cantharellus formosus ehemals C.cibarius; Weißer Pfifferling - Cantharellus subalbidus; Cantharellus cascadensis), die auch kommerziell gesammelt und nach Europa exportiert werden, werden oft 12-15cm groß. Auch das Schweinsohr (Gomphus clavatus) und der Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis) sind verbreitet. Von noch größerer ökonomische Bedeutung ist der Matsutake oder Pine mushroom (Tricholoma magnivelare ehemals Armillaria ponderosum), der zumeist nach Japan exportiert wird. Im Herbst trifft man auf Camps der Sammler in den Wäldern der Cascade Mountains. Der Steinpilz (Boletus edulis) fruchtet in einem schmalen Saum in Kiefer und Fichtenwäldern entlang der Pazifikküste und sonst in den Cascade Mountains und deren trockener Ostabdachung, wo es aber einfacher ist Rotkappen (Leccinum auranticum) zu finden. Aus dem Todholz umgefallener Bäume wachsen Eiskorallen (Hericium abietis) und Schwefelporling (Laetiporus conifericola, ehemals L. sulpherus). Mit etwas Glück lässt sich „Candycap“ (Lactarius fragilis) finden, einer der teuersten Speisepilze, da sich nach Trocknung ein ahornsirup-ähnlicher Geschmack einstellt. Ein Besuch beim Riesenporling (Bridgeoporus nobilissimus) ist geplant, von dem nur wenige Exemplare bekannt sind und der jahrelang als größter Pilz im Guinessbook geführt wurde.

Unterweges werden wir je nach Teilnehmerzahl in einem Minivan oder Kleinbus sein. Übernachten werden wir zumeist in Motels, die alle über Zimmer mit Bad verfügen, bevorzugt mit Kochgelegenheit (La Push), so dass wir unsere Pilze auch selber zubereiten können.

Reiseablauf :

      Tag 1  
Anreise - Abholung am Flughafen - Übernachten in Seattle
     Tag 2     
Besuch von Sehenswürdigkeiten in Seattle (Space Needle, Arboretum etc.)
     Tag 3     
Cascades Mountains, Gebirgswälder, Bridgeoporus, Übernachtung in oder nahe Cle Ellum, Motel
     Tag 4     
Eastern Washington Colorado-ähnliche Strauchsteppe, Gelbkiefernwälder und Espenhaine mit Rotkappen.
    Tag 5     
Columbia Gorge - Breitenbush Hot Springs - Pilzkonferenz
    Tag 6     
Breitenbush Hot Springs - Pilzkonferenz
     Tag 7     
Breitenbush - Mount St. Helens Vulkan - Lake Quinault Lodge, Olympic Peninsula
     Tag 8     
Hoh Regenwald, Olympic National Park - La Push Quileute Indian Reservation direkt am Strand / Rialto Beach (s.u.)
     Tag 9     
La Push Quileute Indian Reservation
    Tag 10     
Besuch der Waldgrenze “Hurrican Ridge” in Olympic National Park  Übernachten in Port Townsend
    Tag 11     
Port Townsend  "Whale watching" - Bootsfahrt zur Beobachtung von Schwertwalen, Tümmlern, Seehunden etc.
    Tag 12     
Ende der Tour, Abflug oder Weitereise aus Seattle

 [Aufgrund der Unvorhersagbarkeit von Wetter und Pilzwuchs könnten Routenänderungen im Interesse der Tourqualität notwendig sein.]

Kosten
€2150 per Teilnehmer (8-12 Teilnehmer)
€2350 per Teilnehmer (4-7 Teilnehmer)
Einzelzimmerzuschlag €500

[Überlandtransport, Übernachtung / Frühstück (in Breitenbush Hot Springs ist alles inklusive), Eintritt zu National Parks und Pilzkonferenz, Bootfahrt].

Anmeldeschluss: 20.Juni 2010

 Email:    oder






Zu meiner Person:
Ich bin in München aufgewachsen (Jahrgang 64) und sammele Pilze seit frühester Kindheit. Ich bin Diplom Geograph und habe Geographie mit Biologie, Ökologie und Entwicklungstheorie in München und Berlin studiert. Ich arbeite über Umweltthemen als Consultant und freischaffender Forscher in Tibet und im Himalaya, zumeist um in Umwelt- und Entwicklungsprojekten zu arbeiten oder Feldforschung in Sachen Vegetation und Waldwirtschaft und seit 1998 auch über Pilzmärkte und Ethnomykologie in Tibet durchzuführen.

Seit 1998 mache ich mit viel Freude auch Reiseleitungen, zumeist in Hochasien. Seit 1996  wohne ich mit meiner amerikanischen Frau Heidi und zwei Töchtern (14 & 16) in Kirkland, eine Gemeinde am Lake Washington im Raum Seattle. Im unserem ersten Jahr in Seattle sind wir der "Puget Sound Mycological Society" beigetreten wo ich unter anderem im Vorstand tätig gewesen bin und Pilzkurse unterrichte.

Kirkland dient uns als Basis, um die großartige Natur, sei es der Pazifik und der Puget Sound binnenmeer, das Kaskadengebirge mit seinen gewaltigen Vulkanen oder die immergrünen Regenwälder des vielfältigen Pazifischen Nordwesten zu erleben und zu entdecken. In den 12 Jahren ist mir die hiesige Flora, Fauna und Funga vertraut. Vor allem der Pilzflora habe ich viel Zeit gewidmet und so ist ein leichtes unst mit selbst gesammelten Pfifferlingen, Riesenegerlingen, Matsutake, Steinpilzen und Morcheln ganzjährig zu versorgen und den beträchtlichen Überschuss zu teilen.

Rialto Beach nahe Forks an einem windigen Novembernachmittag. Pfifferlinge finden sich nur 200m vom Meer