Pilz und Botanik-Reise
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Pilz und Botanik Reise nach Tibet
17. bis 30. Juli , 2012
Reiseleitung  Daniel Winkler    Reiseablauf 2010

Diese Reise nach Tibet wird sicherlich eine einzigartige Lebenserfahrung in Sachen Natur und Kultur in einer der atemberaubensten Landschaften unserer Erde werden. Wir treffen uns in Chengdu, der Hauptstadt Sichuans , um weiter nach Lhasa zu fliegen, wo wir uns zunächst akklimatisieren und Märkte und Tempel erkunden werden. Dann geht es weiter in das wunderschöne Kongpo (Südost-Tibet), wie die Tibeter diese Region nennen. Kongpo ist die artenreichste und am dichtesten bewaldete Gegend Tibets.

Wir bereisen und erleben eine traumhafte Landschaft geprägt von tiefen weiten Tälern, und tiefbewaldeten Hängen, gekrönt von schier unendlichen vergletscherten Gebirgszügen mit einer einzigartigen, exotischen Kultur. Wir werden eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Höhenregionen, von warm-gemäßigt (unter 3000m bis hochalpin in 4600m), durchkreuzen, alle mit ihrem jeweiligen Ökosystem und einer einzigartigen Flora, Fauna und Funga. So oft wie möglich werden wir Zeit finden uns auf Matten und Weiden und in Wäldern umzusehen, um zu erkunden was alles dort wächst und lebt. Orts- und pilzkundige Tibeter werden uns auf unseren Ausflügen zum Pilze sammeln begleiten. Wie werden die Pilzspezialitäten auf tibetische und chinesische Art zubereitet genießen können. Dazu werden wir uns an wilden Beeren laben, die beste eine orangefarbene Brombeere mit Passionsfruchtgeschmack.

Juli und August sind die besten Monate um Mycorrhizapilze in den Nadel- und Lauburwäldern zu finden. Wir werden nach Krokodil-Ritterling oder Matsutake (Tricholoma matsutake),  einem tibetischen Kaiserling (Amanita hemibapha), vielen Röhrlingsarten einschließlich Steinpilz (Boletus reticulatus), Birkenpilzen und Rotkappen (Leccinium spp.), Pfifferlingen (Cantharellus), Eiskorallen (Hericium) und anderen exotischen Arten suchen. Von speziellen Interesse ist der Matsutake, dessen Sammlung die lokale Wirtschaft im Sommer dominiert. Auf den Hochweiden wächst Ser Sha, der Goldene Pilz, eine wohlschmeckender Verwandter des Hallimasch und etliche Champignionarten (Agaricus spp.). Wir werden viele Pilzmärkte besuchen und sicherlich dort Yartsa Gunbu / Jarza Günbu  begegnen, dem Tibetischer Raupenpilz (Cordyceps sinensis), Tibet's ökonomisch-betrachtet wichtigster Pilzart. Unter Hunderten von Wildpflanzen werden wir Orchideen, Lilien, Rittersporne, Eisenhüte, Cremanthodiums, Edelweiße und Läusekräuter sehen. Juni bis September ist Monsunsaison, aber der Sommermonsun in Tibet lässt sich nicht mit dem Monsun im Himalaja vergleichen. Es wird immer wieder regnen, aber ein blauer Himmel ist keine Rarität und die Sonne zeigt sich oft zwischen den Wolken. Kurzum, es regnet nicht genug, um uns von unseren Ausflügen abzuhalten. Mein persönlicher Höhepunkt in Kongpo ist der Aufenthalt in einem tibetischen Bauernhaus, Pilzsuche mit der Gastfamilie und Kochen der Pilze auf dem befeurten Herd.

Neben all den Naturerlebnissen werden wir auch genug Zeit finden uns auf die unvergleichliche Kultur Tibets einzulassen. Wir werden buddhistische Klöster und Tempel besichtigen, heilige Quellen, Seen und Berge besuchen. Tibets mysteriöse, formenreiche und farbenfrohe Spiritualität, das Herz der tibetischen Kultur, ist allgegenwärtig. Wir werden alpine Hochweiden umgeben von vergletscherten Berggipfeln durchqueren und Nomaden in ihren Zelten besuchen und frische Yakmilch und “Yakghurt” probieren. Schöne Geothermalquellen entlang der Strecke werden wir nicht ungenützt lassen.

Die Reiseroute führt uns von Lhasa nach Nyingchi (chinesisch: Bayi, Nyingchi / Linzhi Präfektur) über den 4800m hohen, atemberaubenden Kongpo Barla Pass. Von Bayi werden wir etliche Tagesausflüge machen und einen dreitägigen Ausflug über den 4700m Serkyim La-Pass nach Lungang, um in einem tibetischen Bauernhaus zu wohnen. Tagsüber machen wir des öfteren Waldspaziergänge, manche davon in etwas unwegigen Hangwäldern. Somit ist es notwendig, dass alle Teilnehmer gut zufuß sind. Es ist nicht notwendig ein gut durchtrainierter Athlet zu sein, aber zu große Kurzatmigkeit verstärkt sich unangenehm in der Höhe. Von Bayi geht es weiter zum Naturschutzgebiet um den heiligen Basum oder Draksum Tso-See, der von schroffen Fast-Sechstausendern umgeben ist und dessen Ufer dicht bewaldet sind. Hier genießen wir zwei Tage und kehren dann nach Lhasa zurück, wo der Potala-Palast und andere Sehenswürdigkeiten auf uns warten.


Pilz- und Botanikreise nach Tibet
17. bis 30. Juli 2012
Kosten in Tibet: €2390
(pro Person bei 13-16 Teilnehmern, bei 8-12: €2550, bei nur 4-7 Teilnehmern €2950)

Leistungen beinhalten: Alle Übernachtungen, Mahlzeiten und Transport vor Ort,
nicht enthalten: Hotelbar, Souvenirs, Trinkgelder etc.

Einzelzimmerzuschlag: €350

Von Teilnehmern selber zu buchen:
Internationales Flugticket: €700-1200 (Hochsaison!)
Flugtickets in China: €400-800



Sollten Sie irgendwelche Fragen haben, bitte schreiben Sie mir.


Reiseroute Juli 2012

              17. Juli      Chengdu
              18. Juli      Chengdu - Lhasa
              19. Juli      Lhasa
              20. Juli      Lhasa - Bayi
              21. Juli      Bayi - Lamaling - Bayi
              22. Juli      Bayi - Lunang
              23. Juli      Lunang
              24. Juli      Lunang -Bayi
              25. Juli      Bayi - Draksum Tso
              26. Juli      Draksum Tso
              27. Juli      Draksum Tso - Lhasa
              28. Juli      Lhasa
              29. Juli      Lhasa - Chengdu
              30. Juli      Chengdu

Karte zur Reiseroute Juli 2012

 Lhasa nach Bayi und dann Ausflug nach Lamaling. Weiter geht es nach Lunang über den Serkhyim La Pass um Urlaub auf dem Land zu machen und dann wieder zurück nach Bayi. Darauf Fahrt zum malerischen Draksum Tso-See, und schliesslich zurück nach Lhasa.
Alle Strecken werden auf Asphaltstrassen zurückgelegt und wir versuchen die Fahrerei, die zuviel Tibet reisen dominiert auf ein Minimum zu begrenzen ohne dabei Tibet's landschaftliche Vielfalt zu verpassen.

(Anmerkung: Manchmal führen wir Änderungen durch, falls Wetter, Pilze und Politik dies erfordern.)


 Hier ein Reisebericht der von Dr. Ulrike Schauerder nach der 2011 Reise verfasst wurde und die 2012 Reiserute gut beschreibt.

Tibetreise 31.07.2011 - 13.08.2011
Die Tibetreise mit Daniel im August 2011 war mehr als eine Pilzexkursion, mehr als eine Botanikexkursion, mehr als eine Kulturreise, mehr als eine Sightseeing-Tour. Sie war alles auf einmal und noch mehr; sie war 14 Tage unterwegs sein mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Kontinenten und Erfahrungsaustausch.
Es begann mit einer Ankündigung im Newsletter der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft, und ich meldete mich schon im Februar an.
Am 31.Juli war es dann so weit:  Ich kam als letzte unserer Gruppe abends im Hotel in Chengdu an, traf mich kurz mit Daniel und erfuhr, dass wir schon am nächsten Tag einen Flug nach Lhasa bekommen hatten.  Am nächsten Morgen lernte ich auf dem Flughafentransfer die anderen Reiseteilnehmer, die die nächsten 14 Tage meine Freundinnen und Freunde werden sollten, kennen: Barbara, Barbie, Don, Eloise, Gloria, Maxine und Walter.  In Lhasa wurden wir mit einem mehrgängigen tibetischen Mittagessen empfangen, und den Nachmittag hatten wir zur Verfügung für Akklimatisation und Erkundung der Altstadt.
Am nächsten Tag hatten Daniel und Tashi - unser Führer - schon den Besuch des Tsamkhung Klosters und des Klosters Sera im Programm. Daniel führte uns auch zum Cordyceps-Markt, wo noch die letzten Raupenpilze zum Verkauf angeboten wurden. Natürlich gab es auch jede Menge anderer Pilze und Gemüse, sowie Pilger-Souvenirs zu sehen.
Bereits am 3.August ging es mit dem Bus nach Bayi. Unterwegs hat uns Daniel die interessantesten Plätze für die Pilzsuche und Pflanzenstandorte gezeigt.
Wir bewegten uns meist auf 3300 bis 3600m, fuhren aber auch über den Pass Mi La mit 5000m.
Am nächsten Tag konnten wir in Lamaling Klosterbesuch, Pilze suchen und Pflanzen photographieren optimal kombinieren. An jeder Station hatten wir Zeit, uns zu akklimatisieren. Wir konnten jeden Abend unsere selbst gesammelten oder am Markt gekauften Pilze essen.
Am 5.August fuhren wir in das Feriendorf Lunang. Trotz der Bodenständigkeit hat die Unterkunft keine Wünsche offen gelassen: Es gab Duschen, warmes Wasser und sogar einen Fernseher im Zimmer - einen Luxus, den wir gar nicht genützt haben.
Ulrike in beßtem tibetischen Tuch gewandet
Am nächsten Tag gingen wir mit Karma, der Matsutake-Spezialistin, in die Pilze und auch ich konnte mit meiner Trophäe zum Nachtmahl beitragen. Gut, dass ich meinen Wanderstock mitgebracht hatte, denn der Anstieg war etwas steil und rutschig.Man könnte durchaus einen ganzen Sommer in diesem Dorf verbringen und die Arbeiten im Jahreskreis miterleben. Die Bauern ernteten den Raps, der Emmer, eine auch bei uns bekannte alte Getreidesorte stand noch auf den Feldern.
Auf der Rückfahrt konnten wir den imposanten Riesenrhabarber  Rheum nobile und einige Orchideenarten, darunter auch den Frauenschuh bewundern. Daniel und Tashi hatten aber auch einen Klosterbesuch und den Zypressengarten für uns auf dem Programm.
Auch die Fahrt nach Basum Tso war voller interessanter Entdeckungen. Die Bungalows unserer Hotelanlage lagen nur wenige Minuten vom See entfernt. Von meinem Zimmer hatte ich eine wunderbare Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Auch hier konnten wir an einem Tag das Kloster Draksum Tso besichtigen, Pilze suchen, Tiere beobachten und am Abend zufällig auch tibetische Folklore erleben.
















Auf der Rückreise nach Lhasa entdeckten wir wieder Neues. Wir badeten in der Therme Rutok. Für 12. August hatte Jinpa für uns Eintrittskarten in den Potala organisieren können. Natürlich ist das für jeden Tibet-Reisenden ein Erlebnis, und Tashi hat uns in der erlaubten Zeit interessant und sicher durch das imposante Bauwerk und die chinesischen Tourismusströme schleusen können.
Am nächsten Morgen mussten wir uns dann von unseren Führern und den freundlichen Menschen in Tibet verabschieden, die uns immer offen und mit einem freundlichen Lächeln begegneten.
Die Reise hat mich so beeindruckt, dass ich immer wieder davon träume. Ich möchte mich bei Daniel, unseren beiden Führern Jinpa und Tashi, unserem Buschauffeur, sowie bei Barbara, Barbie, Don, Eloise, Gloria, Maxine und Walter recht herzlich für die wunderbaren Tage der gemeinsamen Reise bedanken.





  Reiseablauf 2011        Photos von der 2010 Sommerreise in Tibet
[Tatsächlich sind wir nach Lhasa geflogen und dann am 4. Tag nach Bayi gefahren und haben die Yigong Tso-Schlucht ausgelassen, da dorthin 2011 eh kein Westler hindurfte.]

31. Juli       Sonntag - Chengdu  (1.Tag)
Die Gruppe trifft sich in Chengdu, Sichuan am Nachmittag. City Garden Hotel
1.August       Chengdu - Nyingchi  /  Bayi  (2.Tag)  
Am morgen Flug nach Bayi, der Präfekturstadt von Nyingchi im Südosten von Tibet. Die Stadt, die von Wäldern umgeben ist, ist in "nur" 3000 m Höhe gelegen, 600 m niedriger als Lhasa. Der neugebaute Flughafen dient auch zum Pilzexport. Besuch des Shukpa Gonpa Tempel mit seiner Riesenzypresse (Cupressus gigantea), der weltgrößten Zypressenart, und des Zypressenhains. Shambala Hotel
2.August      Nyingchi  (3.Tag)
Besuch des staatlichen Pilz- und Medizinkräuterladens, dessen Pilzsortiment äußerst beeindruckend ist. Exkursion zu Buchu Tergyi Lhakang und Lamaling Klöstern. Waldspaziergang. Shambala Hotel
3.August       Nyingchi nach Taschigang  (4.Tag)
Fahrt über den blumenreichen Serkyim La / Seqi Pass (4540m), hoffentlich mit Blick auf Namchen Barwa (7782m) und Mt. Gyala Pelri. Weiterfahrt nach Lunang. Einquartierung in Fremdenzimmern bei tibetischen Bauern in Taschigang, einem Dorf, das umgeben ist von Weiden und Wäldern. Einfache Pension. . Spaziergang
4.August       Taschigang  (5.Tag)
Ausflug in die Eichenwälder mit unserer Wirtsfamilie und Sammlung von Krokodilritterling / Matsutake und Steinpilzen.
5.August        Taschigang - Yigong Tso-Schlucht - Taschigang (6.Tag)
Fahrt zur Schlucht des Yigong Tsangpo, einem reißendem Zufluss des Tsangpos. Ausflug auf Wanderweg durch üppige, immergrüne subtropische und warmtemperierte Laubwälder umgeben von wilden steilen Bergen, deren Gletscher weit hinunter in die Wälder reichen. wunderschönen, entlegenen See. Rückfahrt nach Taschigang.
6.August        Taschigang - Nyingchi  (7.Tag)
Fahrt von Lunang zum Serkyim La Pass (4540m) nach Bayi mit Stops für Pilz- und Pflanzenerkundungen und runter nach Nyingchi. Pilzabendessen. Shambala Hotel
Link zum klaren Luftbildfoto, das den Zusammenfluss von Tsangppo und Nyang Chu zeigt. In der unteren rechten Ecke ist der Serkyim La Pass.
7.August        Nyingchi zum Draksum See  (8.Tag)
Fahrt entlang des Nyang Chu Flusses, dessen Seitentäler ein Hauptsammelgebiet für den Krokodilritterling sind, zum Draksum Tso See (Baksum / Traksum = Basong Co) mit einer unvergleichlich gelegenen Insel mit Nonnenkloster. Lake Inn Hotel nahe des Sees
8.August         Draksum See  (9.Tag)
Tageswanderung mit Pilzsuche. Lake Inn Hotel nahe des Sees
9.August        Draksum See nach Lhasa (10.Tag)
Fahrt entlang des Nyang Chu Flusses zum Kongpo Bar La / Mi La Paßes (4700m), eines hochalpinen Nomadengebietes und bestes Raupenpilzhabitat (Cordyceps sinensis). Wir werden uns Zeit nehmen in dieser echt atem(be)raubenden Landschaft. Weiterfahrt nach Lhasa.

10.August         Lhasa (11.Tag)
Erkundung des Barkhor Marktes in der Altstadt von Lhasa, Besuch des Jokang, Lhasas Haupttempel aus dem 7.Jahrhundert. Kyichu Hotel
11.August       Lhasa (12.Tag)
Besuch des Potala Palastes und eines der beiden berühmten Klöster von Sera oder Drepung, die ehemals tausende vom Mönchen beherbergten. Kyichu Hotel
12.August          Lhasa - Gongkar Airport - Chengdu (13.Tag)
Fahrt durch das  fruchtbare Khyichu-Tal zum Gongkar Flughafen im Tsangpo-Tal. Flug nach Chengdu. Transfer zum Hotel. Besuch des Pilz oder Naturmedizinmarktes. Abschiedsbanquett. City Garden Hotel
13.August        Chengdu - Heimflug (14.Tag, Dienstag)
Besuch des Lebensmittelmarktes am Morgen .Flughafentransfer

(Sollte Interesse daran bestehen mit der neuen Eisenbahn aus Lhasa nach China zu fahren, kann das im voraus arrangiert werden. Anreise nach Lhasa mit der Bahn wird nicht angeraten, da dies nur in der Gruppe geht und der Anstieg bis über 5000m zu schnell vor sich geht und so oft Unbehagen verursacht. Abreise mit der Bahn kann gegen Aufpreis arrangiert werden)

Stand 5.1.2012


Zu meiner Person:
Ich bin in München aufgewachsen (Jahrgang 64) und sammele Schwammerl seit frühester Kindheit. Ich bin Diplom Geograph und habe Geographie mit Biologie, Ökologie und Entwicklungstheorie in München und Berlin studiert. Seit 1985 bin ich über 30 mal in Tibet und im Himalaya gewesen, zumeist um in Umwelt- und Entwicklungsprojekten zu arbeiten oder Feldforschung in Sachen Vegetation, Waldwirtschaft, Landnutzung und seit 1999 auch Pilzmärkte und Ethnomykologie in Tibet durchzuführen. Ich arbeite als unabhängiger “Consultant” und “Researcher”. Seit zehn Jahren mache ich auch Reiseleitungen in Tibet. Ich wohne mit meiner Frau und zwei Töchtern (15,17) in Kirkland, Washington.

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 Reiseablauf Sommer 2007:   Anfang eines Photoberichts auf Englisch
(Zuerst ist der tibetische Ortsname gelistet, dann der Chinesische)

21. Juli, Samstag      Treffen in Beijing Sino-Swiss Hotel

22. Juli, Sontag      Flug Beijing - Kunming
Transfer zum Camilla Hotel in Kunming (1890m), Hauptstadt von Yunnan Provinz.
Besuch des Gemüse und Pilzmarktes. Besuch des Botanischen Gartens und Buchladen.

23. Juli, Montag     Flug Kunming - Deqing Airport
Transfer nach Gyalthang (Zhongdian, Shangrila/Sangila, 3275m).
Empfang durch unseren tibetischen Reiseführer Thupten und tibetische Fahrer Losang & Losang und ihre Mitsubishi Pajeros.
Fahrt zum Ringha Kloster (Gelukpa-Tradition) auf bewaldeten Hügel.
Besuch von Hambi Gönpa, einem kleinen Kloster der Tolung Kagyü-Tradition. Picknick.
Pilz & Botanik Wanderung im Sekundärkiefer-Wald (Pinus densata). Pension.

24. Juli, Dienstag      Wanderung von Gyalthang nach Ringha
Fünfstündige Pilz- und Botanikwanderung von Gyalthang nach Ringha (3290-3500m). Picknick im Dorf.
Besuch eines tibetischen Bauernhauses in Tsalang.
Besuch der Rangjung Dosam / Tiansheng Qiao Thermalquellen mit Dampfbadhöhle neben unterirdischem Karstfluß, der eine Kalkwand tunnelt. Besuch des Pilzmarktes in der Stadt. Hotel.

25. Juli, Mittwoch     Gyalthang - Ausflug nach Talading
Fahrt von Gyalthang via Napa See nach Talading, Nyezhi / Nixi Distrikt.
Pilzsuche (Tricholoma matsutake) nahe Talading (2500-2950m) am Fuße des Nepung Ri-Berges. Erkundung der Altstadt und Einkaufen. Pension.

26. Juli, Donnerstag     Gyalthang - Dechen
Fahrt zum Jangtze Fluss (Tibetisch: Dri Chu, Chinesisch hier: Jinsha Jiang).
Zusammenfluss von Gonjo Chu und Yangtze (2000m / 6600ft). Brücke, berühmt in China durch blutiges Gemetzel während des Langen Marsches.
Mittagessen in Pondzirak / Benzilan. Besuch des Aussichtsplatform über die 270° Jangtze-Kurve. Dondrupling Kloster mit Sicht auf Mt. Bala.
Botanische Wanderung am Pema Karpo / Baima Shan Pass (4292m).
Besuch eines Nomadenlagers am Pass. Übernachten in der Kreisstadt Dechen / Jol / Deqin (3280m). Hotel.

Juli 27, Freitag      Dechen - Derong
Sonnenaufgang in Namka Tashi Lhakhang / Feilaisi Aussichtspunkt (3480m)
über dem Mekong (Gyalmo Ngul Chu / Lancang Jiang) mit Ausblick auf
Kawa Karpo / Meili Xueshan Range (6740m). Wiederholte Fahrt über Pema Karpo Pass mit Waldwanderung mit tibetischen Sammlern auf der Suche nach dem tibetischen Reifpilz (Rozites emodensis) im subalpinen Schatthang-Tannenwald (3900m).
Gruppenteilung: Gipfelwanderung am Pass oder Pilz & Pflanzen-Wanderung im Fichten-Tannen Urwald (3850m). Fahrt zum Dri Chu / Jangtze und Überquerung in 2000m.
Fahrt flussaufwärts entlang des Dri Chu und Ding Chu Flusses.  Botanikstopp: Eremurus chinensis & Hoya sp. (2250m). Besuch des nächtlichen Matsutake-Marktes. Hotel in der Kreisstadt Derong (2400m).

Juli 28, Samstag     Derong - Chatreng (Xiangcheng).
Besuch von 108 Holzpfahl-Stein-Stupas und Bauernhauses in Yala Dorf, Zhu Distrikt (3050m).
Überquerung eines niedrigen Passes (3300m). Stopp bei der Nomadin Drolma, die Steinpilze gesammelt hatte. Fahrt entlang des Rawu Chu (2700m). Matsutake-Sammlerin Drolma mit ihren zwei Söhnen am Pass (3550m).  Besuch der Chobuling Gönpa (Gelukpa), gegründet vom 3. Dalai Lama (spätes 16. Jahrhundert). Pilzsammler vor der Gönpa: Phuntsok und Kelsang Drolma. Gruppenteilung: Pilzwanderung im Kiefer-Fichtenwald (3250m) mit Boletus edulis oder Nachmittag in Chatreng (2700m). Abendessen im tibetischen Restaurant - Hotel.

29. Juli, Sonntag          Chatreng - Lithang
Stopp an Mani-Steinen (2900m).
Stopp am Pass (4560m) für Meconopsis integrifolia, M.horridula und M.sp,  Soroseris cf. hookeriana, Lamiophlomis rotata und andere hochalpine Pflanzen.
Stopps in Sumdo (4200m), wo viele Leute im Sonntagsgewand auf einen Lama warteten. Besuch der Pombu oder Dekyi Gönpa (Kagyüpa, gegründet im Jahre 1169 vom 1. Karmapa Düsum Khyenpa). Überquerung der glazial geprägten Hochebene mit Findlingen und Seen des Sangtob La / Haizi Shan Naturschutzgebietes.  Stopp zur Besichtigung des Lämmergeiernestes in Trakaniri. Pension in Lithang (4017m).

30. Juli, Montag      Lithang Stadt - Tsangla - Wanderung
Fahrt von der Kreisstadt Lithang via Kana La Pass 4800m (höchster Ort der Reise) nach Tsangla im Dala Distrikt, Lithang. Begegnung mit Gruppe von Habichtspilz-sammelnden Bäuerinnen. Besichtigung der holzgeheizten Pilztrocknungsanlage in Maiganduo. Picknick. Beladen der Pferde für Gepäcktransport. Treck entlang des Le Chu und Camping am Fluss (3600m).

31. Juli, Dienstag    Bergwanderung
Wanderung nach Lekando entlang des Le Chu.
Alternativprogramme: Botanik und Pilzwanderung oder Große Bergwanderung (30km) zur Nyegong Gönpa (12. Jahrhundert, 4200m), die in einem alpinen Hochtal zwischen den vergletscherten Genyen (6204m) und Shatra (5860m) liegt. Beobachtung von wilden Blauschafen (Pseudois nayaur) und Ohrenfasan (Crossoptilon crossoptilon). Camping

1. August, Mittwoch    Wanderung - Rückkehr nach Lithang
Wanderung zurück nach Tsangla und Fahrt nach Lithang-Stadt.
Picknick und Wanderung im Fichten-Tannen-Bergwald (Picea likiangensis-Abies squamata) in 4000m.
Besuch der Heißen Quellen in Tsaka nahe Lithang und Bad im Separée.
Fahrt zur Festwiese und Übernachtung in einem traditionellen tibetischen Picknickzelt.

2. August - Donnerstag     Lithang
Ganzer Tag beim Lithang Reiterfest.
Mittagessen auf der "Festwiese". Potala Inn Hotel.

3. August, Freitag     Lithang - Nyachuka
Besuch des Lithang Chöde Klosters (Gelukpa), gegründet 1580 vom 3. Dalai Lama.
Fahrt von Lithang nach Nya-chuka durch die hügeligen Gebirgshochweiden (höchste Straßenstelle gemäß chinesischer Beschilderung 4718m). Picknick nahe Taziba mit Pilz- und Botanikspaziergang (Leccinum sp., Amanita cf. vaginata).
Stopp am Pass (4200m) über Nya-chuka mit guter Sicht auf Minyak Gonkar / Gongga Shan (7556m, welthöchster Berg außerhalb der Himalaya-Karakorum Gebirgsketten).
Gipfelwanderung nahe Pass oder alternativ Pilz & Botanikwanderung im subalpinen Fichten-Sekundärwald mit Kaiserling Amanita hemibapha und Paeonia veitchii.
Besuch eines Hinterhof-Matsutake Reinigungsbetriebs vor Kreisstadt Nyachuka.
Yajiang Hotel.

4. August, Samstag          Nyachuka
Ausflüge in und um Nyachuka /Yajiang Stadt (2600m).
Alternativprogramme: Ausflug Stadt und Umland oder Pilzsuche mit dem Einheimischen Adzan oberhalb von Nyachuka / Yajiang im immergrünen Eichenwald am Sonnhang (u.a. Cantharellus cf. minor, Boletus edulis) und im Fichten-Tannenwald am Schatthang (u.a. Clitocybe odora - Grüner Anis-Trichterling). Besuch des Matsutakemarktes. Steinpilz und Kaiserling-Abendessen. Pension.

5. August, Sonntag     Nyachuka - Dartsendo
Besuch eines traditionellen Nomaden-Schwarzhaarzeltes aus Yakwolle am Kabzhi La / Si Shan Paß (4412m). Stopp für Notholirion bulbuliferum (Liliaceae) und Jatamansi - Nardostachys chinensis (Valerianaceae) 4100m. Fahrt durch Dzongzhab-Tal (Xinduqiao, 3500m).
Picknick am Gye La / Zheduo Pass (4290m). Nachmittag in Dartsendo / Kangding Stadt (2590m). Sexia Angba Hotel in Kangding.

August 6, Montag     Dartsendo / Kangding
Besuch von Kangdings großen Pilzmarkt. Ausflug zum Dentok Ri / Paoma Shan mit der Seilbahn.  Besuch dreier Tempel: tibetisch-buddhistisch, taoistisch und konfuzianisch.
Pflanzen: Lilium henryi, Lilium taliense und Arisaema consanguineum.
und Besuch der Dordrak Gönpa (Nyingma), gegründet 1272 und umgezogen im 17.Jahrhundert, Picknick, Nachmittag Einkaufen und tibetisches Abendessen im Ari Restaurant. Hotel

August 7, Dienstag     Dartsendo - Chengdu
Kurze Wanderung im subtropischen Bergwald in Yaan Präfektur.
Abschiedsessen im Thai Restaurant.
Hotel Rui Xing Guo im Tibeter Viertel in Chengdu

August 8, Mittwoch     Chengdu-Beijing- Heimflug
Besuch des Chengduer Pilzmarkts am Morgen.
Flughafentransfer in Chengdu. Abflug nach Beijing zu verbindenden Flügen nach hause.


Karte des Tibetischen Hochlandes. Die 2007 Reiseroute ist grün eingezeichnet. Rot ist An-und Abflug.





Eindrücke von der 2007 Sommerreise nach Ost-Tibet
Birken-Rotkappe (Leccinum cf versipelle) vor Manistein in Litang, Juli 2008

Pilzmarkt in Kunming, Yunnan, 20.Juli 2007


Lilium duchartrei in Gyalthang

Yeshi, ein Mönch in Tolung Gompa, Gyalthang, mit einem Wiesen-Champignon (Agaricus campestris)


Bilder aus Kongpo
aufgenommen entlang der 2012 Reiseroute
Eine heilige Tsangpo Zypresse (Cupressus gigantea, links) im Hof der Shukpa Gon = Wacholder Tempel, Nyingchi, Juni 2005

Brüder schauen aus dem Fenster eines Bauernhauses in Kongpo, Juni 2005

Kongpos Basum Tso oder Baksum See, Juni 2006

Matsutake (Tricholoma matsutake) wächst aus dem Laub von Steineichen. Juli 2007

 Bauernhaus mit Gästezimmern in Tashigang, Nyingchi TAR, Juli 2010

Eine Familie sammelt Raupenpilz (Cordyceps sinensis), Kongpo Bar La, Juni 2006

Habenaria arietina, welch eine Orchidee! 19. Juli, 2010, 2470 m. (Link zu meiner Orchideenseite)

Eine Riesenzypresse (Cupressus gigantea) in Kongpo mit Daniel. Photo: Tony Migas, Juni 2006


Gyachin Namlha Karpo-Gipfel nahe dem Draksum Tso in Kongpo. Aug. 2011.

Ein Steinpilz, womöglich Boletus reticuloceps, ein naher Verwandter von Boletus edulis. Lamaling, Aug. 2011.

Tsering (Taschi Tsering im Hintergrund) zeigen ihre Tibetische Reifpilze (Rozites / Cortinarius emodensis)


Drolma und ihre Söhne mit ihren "Be-Sha", wie Tibeter Matsutake nennen. Es bedeutet Eichenpilz. Ein zutreffender Name, da Matsutake mit Steineichen assoziert ist.

Schöne Steinpilze! Ein Passant meinte zu diesem glücklichen Sammler nur "warum sammelst du diese wertlose Zeug". Der Sammler stellte schnell richtig, dass Steinpilze 12 RMB pro Pfund eintragen. Allerdings sind Matsutake zumindest dreimal mehr wert.
Ein tibetischer Kaiserling, Amanita hemibapha. Gelbe Lamellen sind ein wichtiges unterscheidungsmerkmal von anderen, giftigen Amanita-Arten
Ein tibetischer Kaiserling, Amanita hemibapha, der ein geschätzter Speisepilz ist.

Ein Eckigstieliger Fingerpilz (Lysurus mokusin f. sinensis) angetroffen im Botanischen Garten in Kunming, Yunnan, 20.Juli 2007