 |
Cordyceps Raupenpilz Expedition 2008
Cordyceps Expedition nach Tibet
|
 |
|
|
|

Cordyceps Expedition nach Südost-Tibet
Reiseleitung: Daniel Winkler in Zusammenarbeit mit High Asia Expeditions
26. Mai bis 8.Juni, 2008
Aufgrund gegenwaertiger Reisebeschraenkungen werden wir
die tibetischen Gebiete Yunnans bereisen!
Der tibetische Raupenpilz, Cordyceps sinensis, der in Tibet als "yartsa gunbu'' (Sommergrass - Winterwurm) bekannt ist, steht im Zentrum dieser Reise, die eine absolut einmalige Erfahrung ermöglicht sowohl in Bezug auf Pilze und Pflanzen, als auch in Bezug auf Kultur inmitten einer der beeindruckendsten Landschaften der Erde. Nach dem ich jahrelang darum gebeten wurde so eine Expedition zu leiten, findet dies nun im Mai, 2008 statt.
Unser Ziel ist es die Spur des tibetischen Raupenpilze, der auf dem Tibetischen Hochland endemisch ist, von den Hochweiden Tibets bis zu den grossen Medizinalmärkten Chinas zu verfolgen. Im letzten Jahrzehnt hat sich Bu, =”Wurm“, wie die Tibeter den Pilz kurz bezeichnen, zu der Haupteinnahmequelle der Tibeter entwickelt. Die Expedition wird in Chengdu starten, der Hauptstadt von Sichuan, wo wir China's grössten medizinal Kräuter und Pilzmarkt besuchen werden. Danach werden wir uns schrittweise an die Höhen des Tibetischen Plateaus gewöhnen. Kangding, wo bereits bu Händler das Strassenbild prägen, ist traditionell das Tor zu Osttibet. Der meiste Transport und Verkehr nach Osttibet führt durch diese Stadt, die den Tibetern als Dartsendo bekannt ist, und gegenwärtig als Hauptstadt von Kandze/Ganzi Tibetisch Autonomer Präfektur fungiert.
Wir ziehen weiter nach Lithang, das von sich beansprucht die höchstgelegene Stadt der Welt mit 4013m zu sein, und zweifelsohne ein Zentrum der Raupenpilzsammlung in Osttibet ist. Lithang ist zudem auch ein Zentrum der tibetischen Kultur. Es ist berühmt für sein Kloster, das vom 3. Dalai Lama, Sönam Gyatso, gegründet wurde, und ist auch der Geburtsort vom 7. Dalai Lama. Nach Lithang werden wir Richtung Norden entlang des Nyachu (Yalong) Flusstales nach Nyarong (Xinlong) weiterreisen. An den Hängen des heilgen Norbu Yangtse Berges können wir wilde Blauschafe und mit sehr viel Glück auch Moschuswild beobachten.
Danach geht es weiter nach Amdo Golok, Golok Tibetisch Autonome Präfektur, Qinghai Provinz. In Golok sind nomadische Gesellschaften beheimatet, die bis zur Machtübernahme der Chinesen in den 50ger Jahren keinerlei Oberherrschaft akzeptiert hatten. Zudem ist Golok berühmt für seine heiligen Berge Nyenpo Yurtse (5933m) und Amnye Machen (6282m), die beide von weiten Grasslandschaften umgeben sind, die überzogen sind mit Nomadenzelten und Yakherden. Die imposanten, vergletscherten Gipfel bieten einen unvergleichlichen Hintergrund, wenn wir uns in Raupenpilzsammlung und heisse Quellen vertiefen.
|
|
|
|
|
Ein "Bu"-Sucher gräbt mit einem einfachen holzernen Werkzeug. Beim Ausgraben von Cordyceps muss man sehr vorsichtig sein, dass man den Fruchtkörper nicht von der der toten und schon "verdauten" Raupe abbricht, was den Preis sehr vermindern würde. Larve und Fruchtkörper sind relative zäh, aber wenn der Fruchtkörper abbricht, bricht er zumeist, wo er aus dem Raupenkopf wächst .
© Daniel Winkler, Serkyim La, Juni 2006
|
Cordyceps sinensis Fruchtkörper
mit voll entwickelten Ascuszellen.
Die Spitze ist wahrscheinlich von irgendendeinem Nager abgefressen worden.
© Daniel Winkler, Kongpo Barla, Juni 2006
|
Wer will Raupenpilzbonbons? Eine Tibeterin bietet Raupenpilz in einer Bonbontüte zum Verkauf an auf dem Weg zum Kongpo Barla Pass.
Juni 2006 © Daniel Winkler
|
Unsere Reiseplanung ist absichtlich flexibel gehalten, da wir sicherstellen wollen, dass wir zur bestmöglichen Zeit die alpinen Hochweiden und die Eichen und Fichtenurwälder erkunden können. Da wir Osttibet von Süden nach Norden durchqueren werden, haben wir die Möglichkeit am Höhepunkt der Cordyceps-Saison teilzunehmen, wo immer sie auftreten sollte. Wir wedern zahleiche Höhenzonen vom subtropischen Sichuan und von trocken-warmen Flusstälern bis zu kühlen hochalpinen Landschaften in 4600m durchqueren, und dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme mit deren einzigartiger Flora, Fauna und Mycota kennenlernen. Wo immer wir auch anhalten werden, die Routenlegung garantiert uns ueberwältigende Naturschönheit.
Während der Raupenpilzsaison passt sich das gesamte Leben der Tibeter ganz der Sammeltätigkeit an. Etliche Schulen und Geschäfte machen zu. Jeder, der noch laufen kann, ist, um ein Bareinkommen für das Jahr sicherzustellen, auf den Hochweiden unterwegs, die auch nochmal für einen oder zwei Tage verschneit werden können. Normalerweise aber taut der Schnee dank der intensiven subtropischen Sonne sehr schnell wieder ab. In den besten Sammelgebieten trägt die tibetische Raupenpilz oft 70-90% zum jährlichen Bareinkommen bei [Zahlen: Winkler 2007, in Druck].
Um die Sammmeltätigkeit zu ermöglichen und auch als Nebenverdienstmöglickeit werden auf den Hochweiden Versorgungsläden und “Bierzelte” komplett mit Billardtischen eingerichtet. In den Städten wird der Raupenpilz überall auf den Strassen gehandelt und die Tibeter nutzen das neue Bargeld um mit der Familie essen zugehen und um Grosseinkäufe für das Jahr zu tätigen.
Wenn der Frühling die Täler wieder voll zum Leben erweckt hat, spriessen nach Regengüssen die Morcheln (Morchella esculenta und andere Arten wie z.B. Morchella crassipes, angusticeps und conica) und andere Frühlingspilze in den Wäldern. Wir werden uns die Zeit nehmen, um mit Tibetern in den Wald zu gehen um Morcheln zu sammeln. Zudem werden wir Morchelmärkte besuchen und Morcheln in den Restaurants probieren. Ein tibetischer Name für die Morchel, dem ich in meiner Pilzforschung begegnet bin, ist "Gugu Schamo", der Kuckuckspilz. Dieser Name leitet sich von der Sammelzeit ab, die mit der Rückkehr des Kuckucks zusammmenfällt. Der Kuckuck ist einer der bekannsten Singvögel Tibets. In Riwoche bin ich von dem lauten Ruf eines Kuckucks, der gleich ausserhalb meines Zimmers auf einer Pappels sass, aufgeweckt worden. Ökonomisch gesehen ist die Morchel unter den fünf wichtigsten Pilzen Tibets (aber abgeschlagen hinter Cordyceps und Tricholoma matsutake) zu finden, da Morcheln nach Deutschland, Frankreich und in die Schweiz exportiert weerden.
Auch erwacht zu dieser Zeit die alpine Flora und wir werden zahlose Arten von Primeln, Iris, Incarvillea und auch Pfingstrosen, um nur ein paar zu nennen, begegnen. Zudem fangen die Rhododendron an zu blühen.
Es gibt auch eine ausgeprägte kulturele Komponente bei dieser Reise. Wir werden etlich buddhistische [und auch vor-buddhistische Bönpo] Klöster, Monumente und Einsiedeleien in traumhaften Lagen besuchen. Wir werden die mysteriöse und farbenprächtige Spiritualität, die das Herz Tibets und seiner Bewohner ist, kennenlernen und ein wenig erfahren.
Wir werden etliche Tageswanderungen unternehmen, des öfteren kreuz und quer durch Wald und Wiese umherstreifen. Daher ist es notwendig in guter körperlicher Verfassung zu sein. Man muss nicht topfit sein, aber sollte die eigene Kondition schwach sein, wird sich das duch die Höhenlage Tibets noch stärker bemerkbar machen.
Sollten Sie daran interessiert sein, an dieser Reise teilzunehmen, lassen Sie mich es bitte so bald wie moeglich wissen. Die begrenzte Teilnehmerzahl und die Einzigartigkeit der Reise wird sicher dazu führen, dass die Plätze bald vergeben sein werden. Die Reiseleitung wird auf Englisch und wenn notwendig und gewünscht auch auf Deutsch durchgeführt. Um die Erfahrung zu optimieren wird die Gruppengrösse auf 12 Teilnehmer begrenzt.
Sollten Sie von dieser Reiseidee begeistert sein, leiten Sie bitte diese Information an die richtigen Leute weiter. Auf meinen Netzseiten sind zahlreiche Photos von Pilzen, Pflanzen, Tieren, Land und Leute in Tibet abgebildet und beschrieben, speziell in der Sektion "Photo Essays".
|

Reiseablauf
(Allerdings sind Änderungen um den Expeditionserfolg zu sichern immer möglich)
26-Mai Treffen in Kunming - Besuch des Pilzmarktes
27-Mai Flug nach Lijiang, Naxi-Kultur Hauptstadt, Besuch Joseph Rocks Haus
28-Mai Akklimatisierungswanderung im Yulongshan, nachmittag Fahrt nach Gyalthang
29-Mai Gyalthang Besuch des Songtsen Ling Kloster
30-Mai Fahrt nach Birong, Geza township, Vorberitung fuer Cordyceps-Suche
31-Mai Birong: Cordyceps-Suche
1-Jun Birong - Gyalthang
2-Jun Fahrt von Gyalthang nach Dechen durch Yangtseschlucht
3-Jun Dechen / Baima Xueshan - Hochgebirge - Raupenpilz
4-Jun Dechen / Baima Xueshan - Hochgebirge - Raupenpilz
5-Jun Gyalthang Waldwanderung - Heisse Quellen
6-Jun Gyalthang Morchellsuche
7-Jun Gyalthang drive to Lijiang - flight to Chengdu
8-Jan Chengdu Materia Medica Markt
9-Jan Rueckflug Europe/USA
|
Bu Aufkaeufer zeigt seine Beute. Der Sack ist wohl etliche 10.000 Euro wert. Nyingtri, Juni 2006 © Daniel Winkler
|

|
Cordyceps Expedition
26. Mai bis 9.Juni, 2008
Überlandreisekosten in Tibet
€3,200 (mit 4-7 Personen)
[€2,600 (mit 8-12 Personen]
[Einzelzimmeraufpreis: €390]
Flugreise nach China: €500-1000
(sollte selber gebucht werden)
Pro Flug in China: €100-150
(z.B.: Chengdu-Kunming, Kunming - Lijiang, Lijiang-Chengdu kann von uns gebucht werden)
Email: 
|
|
|
 |