Reiseablauf der Cordyceps & Morchel Reise 2008
Dechen Tibetisch Autonome Präfektur, Yunnan
Daniel Winkler
www.MuschRoaming.com
26. Mai Montag: Ankunft in Kunming
Abholung vom Flughafen von Reiseführer Xu Hui, Transport zum Green Lake View Hotel.
Morgens Besuch des Botanischen Gartens in Heilongtan und des “Kunming Institute of Botany”.
Nachmittag kurzer Bummel in Kunming, Abendessen beim “Yunnan Pilzkönig”. Folgende Spezialitäten finden wir auf unseren Tellern: “Qisong”, ein Termitenpilz (Termitomyces eurrhizus), Lederkoralle "Ganbajun" (Thelephora ganbajun), Schleierdame (Dictyophora indusiata), und ein Steinpilz im Geschmack ähnlich Boletus edulis, aber gemäß Restaurant Boletus ornatipes.
Ein kleine, fast frische Lederkoralle / Ganba Jun ausgestellt auf Salatblättern.
Eine Schleierdame (Dictyophora indusiata) - und hier gehts um den Pilz und nicht um die Dame - wird vorgeführt.
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Lederkoralle, Ganba jun (Thelephora ganbajun) ist die bekannteste Pilzspezialität in Kunming
Beim "Pilz-Prinz" in Kunming. Im Regal: Schleiermorchel (Dictyophora indusiata), Morcheln (Morchella sp.), etliche Röhrlinge inklusive Steinpilz (Boletus spp.), Edel Reizker oder Milchling (Lactarius deliciosus), Termitenpilz (Termitomyces eurrhizus), Tintlinge (Coprinus spp.), Austernpilze (Pleurotus ostreatus, P. eryingii), Lederkoralle = Ganbajun (Thelephora ganbajun), Rötliche Lacktrichterling (Laccaria laccata), eine violette Habichtspilzart (Sarcodon sp.), Shitake (Lentinula edodes) und Enoki / Samtfussling (Flammulina velutipes).
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27. Mai Dienstag: Kunming - Lijiang
Morgens Besuch des Pilzmarktes in Kunming. Am beeindruckensten ist die Schleierdame (Dictyophora indusiata) und ihr Eistadium. Dazu ein halbes Dutzend farbenfroher bis dunkler Röhrlinge (Boletus obscureumbrinus, B. bicolor, B. ornatipes, ein paar B.edulis, ein leuchtendrot geröhrter und Boletus speciosus "bai chong niugan jun", ein gelbgeröhrter blaß-silberner Steinpilz). Etliche Körbe mit “Ganbajun” (Thelephora), der etwa zehnmal so teuer ist wie Steinpilze, Schild-Rötlinge (Entoloma clypeatum), Termitenpilze (Termitomyces cf. striatus), Edelreizker (Lactarius deliciosus), etliche getrocknete Trüffel (kai jun, Tuber indicum) und Säcke von frisch getrockneten Morcheln (Morchella spp.), die in den tibetischen Gebieten Yunnans gesammelt wurden.
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Die Termiten wussten was sie taten in den Jahrmillionen der Pilzzucht! Dieser Termitenpilze (Termitomyces cf striatus) hat einen hervorragendend süsslich-nussigen Geschmack.
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Es könnte sich um Boletus erythropus, den Schusterpilz oder einen nahverwandten Speisepilz handeln.
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Eine Marktfrau zeigt Boletus speciosus "bai chong niugan jun".
Eine gutgelaunte Käuferin mit frisch erstandenem
Boletus obscureumbrinus.
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Mittags Flug nach Lijiang. Besichtigung der Champignionzucht auf Stroh und Kuhmist von He Jie. Die “Zuchthäuser” sind aus einfachen Holz-und Bambusrahmen gefertigt und mit Plastikplanen und Strohmatten abgedeckt. Danach Besuch der malerischen Altstadt von Lijiang, dem Herz der Naxi / Nakhi-Kultur, die als UNESCO Welterbe deklariert ist. Lijiang Grand Hotel
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He Jie, ein Naxi / Nakhi Pilzzücher, mit seiner Grossmutter.
Szene aus der malerischen Altstadt von Lijiang, dem Herz der Naxi ( =Naschi)-Kultur, die als UNESCO Welterbe deklariert ist. Wir hatten grosse Glück, dass die Stadt fast leer war. Zum einen ist es noch die Vorsaison, zum anderen hatten das Sichuan-Erdbeben und die Aufstände in den tibetischen Gebieten, die aber nicht Yunnan erreichten, viele chinesische Touristen verschreckt.
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Wer behauptet, dass Pilzkulturen bräuchten sterile, hochtechnologisierte Wachstumsbedingungen? Nicht weit vom Flughafen in Lijiang besuchten wir He Jie, einen Pilzzüchter, der seinen Pilzzuchtbetrieb aufgebaut hat. Herr He zieht typische Zucht-Champignions (Agaricus bisporus) auf einem Stroh-Kuhmist-Gemisch in Holzregalen. Seine "Zuchthäuser" sind aus Holz- und Bambusrahmen, Plastikplanen und viel Strohmatten zur Wärmeisolierung gebaut. Das ganze erinnert von aussen dann fast mehr an Schilfbauten, die auf dem Titicacasee treiben als an ein anständiges Zuchthaus. Interesanterweise, benützt He Jie noch immer das gleiche Myzel mit dem er vor 8 Jahren angefangen hat.
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28. Mai Mittwoch: Lijiang - Gyalthang
Lijiang: Besuch des Yulongshan (= Jade Drachen Berges) Naturparks. Gondelfahrt auf 4503m mit Blick auf Gletscher, dem südöstlichsten des Tibetischen Plateaus und Gipfel (5596m). Piknick auf Blumenwiese im Tal (Iris ruthenica var. nana, Stellera chamaejasme, Roscoea tibetica & Roscoea cautleoides (gelb), Euphorbia spp, Androsace spinulifera, in der Nähe auch rote Strauchpeonie Paeonia delavayi). Fruchtlose Morchelsuche in Waldbrandgebiet belohnt durch Frauenschuh-Fund (Cypripedium guttatum).
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Iris ruthenica var. nana
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Stellera chamaejasme
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Roscoea tibetica
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Paeonia delavayi
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Nachmittag Fahrt nach Gyalthang mit Stop am Yangtze Fluss (2500m). Rhododendron-Heide nach Pass (3400m).
Willkommensmahl im Arro Khampa Restaurant, Gyalthang (3300m). Gyalthang Dzong Hotel
Yunnans Yulong Xueshan ist mit Asiens südlichsten Geltschern besattlet.
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Yulong Xueshan Kette mit Kiefern im Vordrgrund.
Das Jangtse-Tal valley
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29. Mai Donnerstag: Gyalthang (= Zhongdian, Shangrila / Xianggelila)
Morgenbesuch des Songtsen Ling Klosters, Napa Naturpark mit gelber Daphne calcicola und scharlachroter Gloxinie Incarvillea zhongdianensis. Besuch des Pilzmarktes mit Dr. Xu, Mykologe am Botanischen Institut Kunming. Etliche Arten frischer Morcheln liegen zum Trocknen aus. Dr. Xu zeigt uns eine fleischfarbene Art, bei der es sich um Morchella bicostata Chen & Liu handeln könnte.
Pilzsuche in einem jungen Wald mit Birken-Kiefer-Lärchen-Bestand: Leccinum cf. versipelle, Coriolus sp., ein bräunlicher Suilus, der mit den Lärchen assoziiert ist, und Rhizopogon rubescens. Edelweiß (Leontopodium sp.) wächst auch im Wald. Rhizopogon rubescens, auch unter seinen japanischen Namen Shoro bekannt, haben wir zum Abendessen im Restaurant des Forstamtes. Gyalthang Dzong Hotel
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Das Songtsen Ling Kloster nahe Gyalthang
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Am Dach des Songtsen Ling Klosters.
Ein Schneelöwe, eines der vier mythischen Schutztierwesen, bewacht das Tempeldach.
Rhizopogon rubescens, auf gut japanisch Shoro, in einem Restaurant zu haben. Der Geschmack war etwas fad und die Konsistenz erinnerte an unterkochte Kartoffeln.
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Im Pilzmarkt haben wir diese rosanen Morcheln gefunden, die gemäss Dr. Xu wahrscheinnlich Morchella bicostata Chen & Liu sind.
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30. Mai Freitag: Gyalthang - Wang Shor / Weng Shui
Fahrt auf dem Gyalthang - Chatreng (Xiangcheng, Sichuan) Highway zur Birong-Schlucht. Querung großer Kahlschläge. Weiterfahrt nach Namri Butong. Auf dem Weg herauf treffen wir Losang Yangzom und Freundinnen, die gerade Tee kochen nach langer Morchelsuche. Am Ende der Strasse kurze Wanderung auf den Bergwiesen in 4100m, wo Einheimische Yartsa Gunbu, Cordyceps sinensis - Raupenpilz - Sammeln. Wang Shor Guesthouse.
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Losang Yangzom hält eine Morchel hoch während die Morchelsammlergruppe ein Teepause macht bevor sie wieder nachhause gehen werden.
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Eine Morchelsammlerin versteckt sich aber nicht eine Morchel von der Kamera.
Bu-Sammler laden ihr Zelt auf einen Kleintransporter. Für sie ist die Sammelsaison 2008 vorbei. Im Hintergrund Bau von Infrastruktur einer Kupfermine. Auf der anderen Seite dieses Bergrückens ist die Kupfermine Pulong gelegen, angeblich Chinas grösste mit einem Inmvestitionsvolumen von ¥4.4 Milliarden (fast 500 Millionen Euro). Die Täler entwässsern in das wunderschöne Birong Tal, das bekannt ist für seinen unglaublichen Artenreichtum.
Eine Alphütte, die sich die Raupenpilzsammler zum Übernächtigen gebaut haben.
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Ein Bu Händler zeigt seine Ware, die er in den abgelgenen Sammelgebieten direkt von den Sammmlern aufkauft, um sie in der Prefäkturstadt Gyalthang / Shangrila mit Gewinn weiterzuverkaufen.
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31. Mai Samstag: Wang Shor - Namri Butong
Yartsa Gunbu Suche (4000m-4300m) mit Tendzin im offenen subalpinen Wacholder-Rhododendron Wald in 4200m in Namri Butong. Piknik mit Tendzin und Wangmo auf Almwiese in 4300m. Morchelsuche mit Tashi Wangden (23) & Kelsang Dhondrub (21) aus Wang Shor in 3750m Höhe in einem feuchten Weiden-Eichenwald am Sonnhang. Alle Morcheln wuchsen hier unter Weiden.
Blumen: Primula amethystina var. brevifolia (auf den Hochweiden), Maiapfel Podophyllum hexandrum, Himalaya Scheinmohn Meconopsis integrifolia, Omphallogramma vincaefolia (Primula ähnlich), Iris bulleyana (40cm). Morchelabendessen. Wang Shor Guesthouse.
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Wangmo zeigt zwei Yartsa gunbu, den Tibetischen Raupenpilz. Sie trägt einen Motorradvisier, der letzte Schrei in Osttibet dieser Tage. Neben Wangmo sitzt ihr Mann Tsering, links eine typische Hacke zum Graben von bu.
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Ein subalpiner Tannen-Fichten-Wacholderwald mit grossen Rhododendron in Blüte. Im offenen Wacholderwald haben wir zu unserem Erstaunen ein paar Yartsa gunbu gefunden. Bis jetzt habe ich Cordyceps sinensis immer auf Weiden oder unter Minibüschen auf Weiden gefunden. Offentsichtlich war genügend Pflanzenunterwuchs in Form von Seggen und Stauden vorhanden, um Thitarodes-Larven zu ernähren auf denen Cordyceps sinensis parasitiert.
Ein Yartsa gunbu, das nur teilweise ausgegraben ist. Teile des Myzels umwachsen das Exoskelton der Larve sichtbar. Diese Myzel-"Hülle" wird zumeist abgebürstert vor dem Weiterverkauf. Ich nehme an der Pilz nimmt mit diesen Hyphae Feuchtigkeit vom Boden auf.
Tashi Wangden & Kelsang Dhondrub helfen uns beim Morchel suchen.
Morcheln wachsen unter einer Weide.
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Der Himalaya Maiapfel (Podophyllum hexandrum) blüht bevor er seine Blätter entfaltet, die später die Samenstände überwachsen werden. Er ist eine wichtige Kräuterpflanze.
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1.Juni Sonntag: Wang Shor - Gyalthang
Fahrt zurück nach Gyalthang via Geza. Botanikstop für Orchideen (Pleione yunnanensis) und gelber Frauenschuh (Cypripedium flavum), Iris (Iris reticulata var. nana) und gelbe Strauchpeonie (Paeonia lutea).
Besuch eines Mambo, ein Monument für die örtliche Schutzgottheit zwischen den heiligen Bergen. Kuckuck-Stop im am Rande des Kahlschlags. Die Morchel ist in Tibet nach dem Kuckuck “Gugu Shamo” bennant, da Pilz und Vogel im Frühjahr zur gleichen Zeit wieder erscheinen. Gyalthang Altstadtbesuch und Tanz. Übernachten im Gyalthang Dzong Hotel
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Die exquisite Blüte des Frauenschuhes, einer Orchidee.
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Ein gelber Frauenschuh (Cypripedium flavum)
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Pleione yunnanensis
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2.Juni Montag: Gyalthang
Besuch bei Dr. Ma Liming vom Tibetischen Hospital Gyalthang. Interview zu Cordyceps sinensis in der Tibetischen Medizin. Besuch des Yartsa gunbu Marktes und anderer Naturmedizin Geschäfte in Gyalthang. Bad und Sauna in der Rangjung Dosam / Tiansheng Qiao heissen Quelle in malerischer Karstlandschaft.
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Mark, Therese und Franz mit Dr. Ma Liming in Gyalthang's Traditioneller Tibetischer Medizin Klinik. Wir hatten das Glück Dr. Ma über Cordyceps Verwendung in Tibetischer Medizin zu interviewen.
Ein ganz neues Gebäude in Gyalthang, das mehr oder weniger im traditionellen Tibetisch Stil erbaut wurde. Uns wurde mitgeteilt, dass es eine Privatsammlung an tibetischen Statuen und anderen Objekten beherbergen wird, die von einem tibetischen Hotelier zusammengetragen wurde. Allerdings war es im Juni 2008 noch nicht eröffnet.
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Die geothermal Quelle Rangjung Dosam (Tiansheng Qiao) 25 min Autofahrt von Gyalthang entfernt. Ein grosses heisses Becken, Dampfhöhle, und die Möglichkeit sich im Fluss abzukühlen, erfüllen alle meine Erwartungen. Zu oft sind vollentwickelte Thermalquellen in Tibet eine Entäuschung, aber nicht diese!
Der Fluss hat den Kalkstein getunnelt. Es ist sicher kein Zufall, dass die Heisse Quelle just an dieser Stelle emporströmt. Entlang der Tunnelwand ist das Dampfbad.
Etwas Raupenpilz gefällig?
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3.Juni Dienstag: Fahrt nach Namkha Tashi / Feilaisi, Dechen.
Stop in Tsering Drolmas Haus in Gonjo, dem Dorf der Holzdrechsler im Gonjo Chu Tal (2000m) und Einkaufen in Pondzirak / Benzilan. Besuch der Ausblickterrasse über die 270° Yangtzeschleife. Besichtigung des Ganden Dhondeling Klosters der Gelukpa Tradition, gegründet 1667 und eingeweiht vom 5. Dalai Lama im Jahre 1670. Fahrt durch Pemakarpo / Baima Xueshan Naturschutzgebiet und Jol Gonsong Pass (4200m). Weiterfahrt nach Dechen und Namkha Tashi / Feilaisi. Übernachten im Minzhu Hotel.
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Ein Besuch in der "Guten Stube" von Tsering Drolmas Haus in Gonjo.
Ganden Dondheling Kloster, das 1667 gegründet wurde. Allerdings nicht in dieser Lage, sondern höher im Tal.
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Fassade des Haupttempels des in Ganden Dondheling Klosters.
Mönche reinigen Opferschalen für ein Wasseropfer.
Viele Tibeter bringen jeden Morgen Wasser als Gabe dar, dass die Reinheit des natürlichen ursprünglichen Geistes symbolisiert. Das Gewahrsein dieser "Natur des Geistes" ist das Ziel des buddhistischen Weges.
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4. Juni Mittwoch: Namkha Tashi & Pema Karpo Pass
Morgen in Namkha Tashi Lhakhang / Feilaisi Aussichspunkt (3480m) über dem Mekong (Tibetisch: Gyalmo Ngul Chu / Chin.: Lancang Jiang). Kawa Karpo / Meili Xueshan (6740m) hüllt sich in Wolken. Besuch des verschneiten Pema Karpo / Baima Xueshan. Café. Kawa Karpo zeigt sich unverhüllt. Dinner mit Matsutake (Tricholoma matsutake)-Suppe, Shitakepilzen und Farnspitzen. Übernachten im Minzhu Hotel.
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Zweimal Kawakarpo, einer der vier heiligsten Berge Tibets und sitzt einer Berggottheit. Zugleich ist Khawa Karpo auch Südost-Tibets höchster Berg mit 6740m. Bis jetzt ist er unbestiegen, etliche haben es probiert, viele davon sind von Lawinen getötet worden.
Links nur der oberste Gipfel, der durch die Wolken schaut. Davor ein kleiner Chörten (Stupa) und ein "Sang"-Brenner für Rauchopfer umgeben von Gebetsfahnen unterschiedlicher Machart. Auf Chinesisch heisst Kawakarpo, der zwischen Mekong und Salwin liegt: Meili Xueshan.
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Tief unten fliesst der Mekong.
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Es empfiehlt sich möglichst doch auf der Strasse zu bleiben.
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5. Juni Donnerstag: Hong Dorf, Dechen & Namkha Tashi
Fahrt entlang der Mekong-Schlucht und des Kawa Karpo-Massivs nach Hong (3000m) im Bezirk Yongning, Landkreis Dechen (Deqing). Besuch im Haus des Gemeindearztes Losang / Liu Sin. Wanderung im Kiefer-Fichten-Douglasien (Pseudotsuga forrestii)-Wald oberhalb Hongs. Gruppe teilt sich: Gemütlicher Nachmittag im Grünen (3300m) und Morchelwanderung mit Lobsang und Wangdu in 3800m Höhe. Morcheln im Rhododendron-Tannen-Schatthangwald. Übernachten im Minzhu Hotel.
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Blick auf das Khawa Karpo Massiv [Meili Xueshan 6740m / 22112 ft] jenseits des Mekong-Tales. Rechts Solarzellen auf dem Dach des Badehauses. Was Pilzeinnahmen nicht alles finanzieren können.
Eine Morchel, die unter Tannen am Schatthang wuchs.
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Das Dorf Hong mit Gipfeln des from Pema Karpo Massivs (Baima Xueshan).
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Lin Sen (=Losang), der Dorf-Amchi (Doktor), freut sich über eine Morchel, die wir 2 Stunden gesucht hatten.
Photos: Daniel Winkler, June 3, 2008, Hong Village, Dechen TAP, Yunnan
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6. Juni Freitag: Namkha Tashi - Gyalthang
Fahrt auf den Pema Karpo / Baima Xueshan Pass. Yartsa Gunbu Suche bis 4300m. Besuch des Cordyceps-Sammlerlagers am östlichen Pass. Ankauf von frischem Cordyceps direkt von Sammlern. Piknick unter der Paßhöhe. Rückkehr nach Gyalthang. Abschiedsessen bei Arro Khampa. Gyalthang Dzong Hotel
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Eine Gruppe von Raupenpilzsuchern auf dem Weg zu abgelegenen Pilzgründen.
A group of caterpillar fungus collectors on their way to remote hunting grounds.
Ein Sammlerlager über der Baumgrenze.
© Daniel Winkler, June 3, 2008, Dechen TAP, Yunnan
An alpine Primula. Many primulas are flowering at the sametime as Cordyceps is fruiting.
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Ein Yartsa gunbu (Cordyceps sinensis) in seinem alpinen Habitat in den tibetischen Gebieten Northwest Yunnans. © Daniel Winkler, 6.6. 2008, Dechen TAP, Yunnan
A yartsa gunbu (Cordyceps sinensis) in its alpine habitat in the Tibetan areas of Northwest Yunnan. © Daniel Winkler, June 6, 2008, Dechen TAP, Yunnan
Der Tibetische Raupenpilz ausgegraben in seinem typischen Habitat.
© Daniel Winkler, June 6, 2008, Dechen TAP, Yunnan
Eine Opuntie, die in den warmen Trockentälern Südosttibets wohlgedeiht und deren Früchte auch gegessen werden. Opuntia ficus-indica kommt ursprünglich aus Zentralamerika. Dahinter ein Dorf mit typischen Bewässerungsfeldbau. Immer öfter werden die ehemaligen Getreidefelder als Walnuss, Obst oder Gemüsegärten genutzt zur Produktion von Marktgütern.
A prickly pear cactus (Opuntia ficus-indica) growing on a grazed slope. Prickly pears originate from Central America, probably Mexico, and have been naturalized in the dry warm valleys of southeastern Tibet. Down in the valley a village with the typical irrigated fields. Many former grain growing fields have been used to grow cash crops, such as walnuts, apples and a range of vegetable for Chinese consumers in Shangrila town.
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7. Juni Samstag: Flug von Gyalthang via Kunming nach Chengdu
Besuch des Sichuan Materia Medica-Marktes und eines Gemüsemarktes. Besuch der Jinli-Promenade und der Tibeterstraße. Sichuan Hot Pot Fondue-Abendessen mit Drolma. Übernachten im Garden Hotel, Chengdu
8. Juni Sonntag: Ausflug Emei Shan und Lesan
Wanderung am Heiligen Berg Emei Shan von Wuxian über Zwillingsbrücken (Piknick), Qingyin, Guangfu (910m) zum Zhongfen Kloster. (Ganoderma & Russula im Cryptomeria japonica-Wald). Fahrt nach Leshan zur weltgrößten Buddhastatue (71m Höhe), die im 8. Jahrhundert am Zusammenfluss des Min Jiang und Dadu He in Sandstein gehauen wurde. Abschlußdinner im Thai Restaurant. Übernachten im Garden Hotel Chengdu
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Der Sandstein-Buddha aus dem 8. Jahrhundert ist der weltgrößte Steinbuddha mit 71m. Er wachte über eine gefährliche Passage am Zusammenfluss des Min Jiang und Dadu He.
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Emei Shan's Zwillingsbrücken am Zusammenfluss zweier Bergbäche.
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9.Juni Montag: Chengdu
Abflug & Rückreise
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2010
Cordyceps Expedition
26.5 - 8.6.2010
Reiseleitung: Daniel Winkler
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Der tibetische Raupenpilz, Cordyceps sinensis, der in Tibet als "yartsa gunbu'' (Sommergrass - Winterwurm) bekannt ist, steht im Zentrum dieser Reise, die eine absolut einmalige Erfahrung ermöglicht sowohl in Bezug auf Pilze und Pflanzen, als auch in Bezug auf Kultur inmitten einer der beeindruckendsten Naturlandschaften der Erde.
Während der Raupenpilzsaison passt sich das gesamte Leben der Tibeter ganz der Sammeltätigkeit an. Etliche Schulen und Geschäfte machen zu. Jeder, der noch laufen kann, ist, um ein Bareinkommen für das Jahr sicherzustellen, auf den Hochweiden unterwegs, die auch nochmal für einen oder zwei Tage verschneit werden können. Normalerweise aber taut der Schnee dank der intensiven subtropischen Sonne sehr schnell wieder ab. In den besten Sammelgebieten trägt die tibetische Raupenpilz oft 70-90% zum jährlichen Bareinkommen bei [Zahlen: Winkler, D. 2008, Yartsa Gunbu (Cordyceps sinensis) and the fungal commodification of Tibet's rural economy, Economic Botany 62.3).
Um die Sammmeltätigkeit zu ermöglichen und auch als Nebenverdienstmöglickeit werden auf den Hochweiden Versorgungsläden und “Bierzelte” komplett mit Billardtischen eingerichtet. In den Städten wird der Raupenpilz überall auf den Strassen gehandelt und die Tibeter nutzen das neue Bargeld um mit der Familie essen zugehen und um Grosseinkäufe für das Jahr zu tätigen.
Wenn der Frühling die Täler wieder voll zum Leben erweckt hat, spriessen nach Regengüssen die Morcheln (Morchella esculenta und andere Arten wie z.B. Morchella crassipes, angusticeps und conica) und andere Frühlingspilze in den Wäldern. Wir werden uns die Zeit nehmen, um mit Tibetern in den Wald zu gehen um Morcheln zu sammeln. Zudem werden wir Morchelmärkte besuchen und Morcheln in den Restaurants probieren. Ein tibetischer Name für die Morchel, dem ich in meiner Pilzforschung begegnet bin, ist "Gugu Schamo", der Kuckuckspilz. Dieser Name leitet sich von der Sammelzeit ab, die mit der Rückkehr des Kuckucks zusammmenfällt. Der Kuckuck ist einer der bekannsten Singvögel Tibets. In Riwoche bin ich von dem lauten Ruf eines Kuckucks, der gleich ausserhalb meines Zimmers auf einer Pappel sass, aufgeweckt worden. Ökonomisch gesehen ist die Morchel unter den fünf wichtigsten Pilzen Tibets (aber abgeschlagen hinter Cordyceps und Tricholoma matsutake) zu finden, da Morcheln nach Deutschland, Frankreich und in die Schweiz exportiert weerden.
Auch erwacht zu dieser Zeit die alpine Flora und wir werden zahlose Arten von Primeln, Iris, Incarvillea und auch Pfingstrosen, um nur ein paar zu nennen, begegnen. In Wäldern und auf den Weiden fangen die Rhododendren zu blühen an.
Es gibt auch eine ausgeprägte kulturele Komponente bei dieser Reise. Wir werden etliche buddhistische [und auch vor-buddhistische Bönpo] Klöster, Monumente und Einsiedeleien in traumhaften Lagen besuchen. Wir werden die mysteriöse und farbenprächtige Spiritualität, die das Herz Tibets und seiner Bewohner ist, kennenlernen und ein wenig erfahren.
Unser Ziel ist es die Spur des tibetischen Raupenpilze, der auf dem Tibetischen Hochland endemisch ist, von den Hochweiden Tibets bis zu den grossen Medizinalmärkten Chinas zu verfolgen. Im letzten Jahrzehnt hat sich Bu, ”Wurm“, wie die Tibeter den Pilz kurz bezeichnen, zu der Haupteinnahmequelle der Tibeter entwickelt. Die Expedition wird in Chengdu starten, der Hauptstadt von Sichuan, wo wir auch den Pilzmarkt besuchen werden.
Vorrausichtlicher Reiseablauf in 2010 (Stand 17.2. 2010)
26-Mai Mitt Treffen in Chengdu, Besuch des Medizinal Marktes - City Garden hotel
27-Mai Don Chengdu - Kangding
28-Mai Frei Litang Stadt in 4017m, Zentrum des Raupenpilzhandels und Sammels
29-Mai Sam Litang- Raupenpilzsuche
30-Mai Son Litang - Nyarong - Shunlung mit dem Heiligen Berg Drolkar
31-Mai Mon Nyarong / Xinlong - Morchelsuche
1-Juni Die Ganzi
2-Juni Mitt Sertar / Seda
3-Juni Don Darlag
4-Juni Frei Amnye Machen
5-Juni Sam Amnye Machen - Raupenpilzsuche
6-Juni Son Golok / Goluo
7-Juni Mon Golok - Xining
8-Juni Die Wir trennen uns am morgen in Xining, Qinghai
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Vom 27. Mai bis 7. Juni sind wir im Cordyceps Habitat.
Bitte beachten Sie, es könnte sich ergeben, dass wir uns erst am 26. Mai in Chengdu treffen und bis zum 8. Juni reisen. Auch gibt es einen neuen Flug von Jyekundo / Yushu nach Xining, der uns erhebliche Fahrerei in Qinghai ersparen würde. Wir arbeiten noch mit unseren Partnern vor Ort daran.
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2009 Reiseablauf
Typisches Bergweidehabitat von Yartsa gunbu (Cordyceps sinensis) unter den Gipfeln des Nyenchen Tangla (7250m) zu sehen entlang der 2009 Route.
Wir treffen uns in Chengdu am 22.5 und fliegen weiter nach Lhasa, wo wir erstmal ein paar Tage verbringen werden, um den örtlichen Cordyceps-Markt zu besuchen und all die Sehenswürdigkeiten zu besuchen wie etwa den weltberühmten Potala Palast, einst das größte Gebäude der Welt und den Jokang Temple, Tibet's heiligster Tempel aus dem 7. Jahrhundert. Dazu gewöhnen wir uns gut an die Höhenlage.
Von Lhasa reisen wir entlang der neuen Eisenbahnlinie in die weiten Grasslandschaften von Nagchu Präfektur, wo die wertvollsten Exemplare von Cordyceps sinensis gesammelt werden. Entlang der Strecke von Lhasa nach Nagchu liegt der heilige, vergletscherte Nyenchen Tangla (7250m). Die Region Nagchu ist berühmt für ihre vielen heißen Quellen und es ist ein unglaubliches Gefühl umgeben von vergletscherten Bergen sich in heißem Wasser zu entspannen und die Aussicht zu genießen.
Nagchu ist auch eine alte Marktstadt und Karavanenstation entlang der alten und neuen Verbindung zwischen Lhasa und China via Ost-Tibet. In den letzten Jahren wurde Nagchu in eine moderen Präfekturstadt umgewandelt inklusive angenehmer Hotels und zehnstöckiger Hochhäuser der “Agricultural Bank of China”. Wir werden uns am Markt aber nach einer traditionellen Währung umschauen, denn Yartsa gunbu fand auch Verwendung als Zahlungsmittel im alten Tibet bevor das Plateau vom Yuan überrollt wurde. Von Nagchu aus werden wir die weiten Grasslandschaften erkunden, Zentraltibet's fruchtbarste Weiden in Sachen Butter und Raupenpilzproduktion. Wir kreuzen die schier endlosen Weiden gespickt mit zahllosen Yaks und Nomadenzelten in Richtung Osten nach Bachen, Driru and Lhari. Letztere beide sind weit vom Touristenströmen, der hier eh schon zu einem kaum wahrnehmbaren Rinnsal versiegt sind. In Bachen, Driru and Lhari wird Cordyceps seit Jahrhunderten gesammelt. Nach zehn Tagen im echten Hinterland werden wir es genießen wieder nach Lhasa zurückzukehren um in seine guten Restaurants einzukehren. Die Zentral-Tibet Route könnte auch zwischen dem 26.5 und dem 9.6 durchgeführt werden.
2009 Reiseablauf (2010 siehe oben)
22.Mai Treffen in Chengdu
23.Mai Flug nach Lhasa - Barkor-Markt
24.Mai Lhasa - Cordyceps Markt, Jokhang Tempel
25.Mai Lhasa Potala Palast
26.Mai Damschung / NamTso - Damshcung Pension
27.Mai Nagchu, Cordyceps-Markt - Hotel
28.Mai Sok - Hotel
29.Mai Bachen - Driru Pension
30.Mai Driru Pension
31.Mai Driru Pension - Morchelsuche
1.Juni Nagchu Hotel
2.Juni Nagchu - Lhasa Hotel
3.Juni Lhasa zurueck nach Chengdu
4.Juni Rückreise
Vom 26.5 bis zum 2.Juni sind wir in Cordycepshabitat unterwegs und nehmen uns viel Zeit für Suche und die Pilzmärkte.
Wir werden etliche Tageswanderungen unternehmen, des öfteren kreuz und quer durch Wald und Wiese umherstreifen. Daher ist es notwendig in guter körperlicher Verfassung zu sein. Man muss nicht topfit sein, aber sollte die eigene Kondition schwach sein, wird sich das duch die Höhenlage Tibets noch stärker bemerkbar machen.
Das Kloster Sok Tsanden, eines der beeindruckensten in Tibet. Zugang war in der Vergangenheit leider zumeist verboten.
Photo:D.Winkler, Juni 2005
Zudem wird der Reiseverlauf absichtlich flexibel gehalten um den Erfolg bei der Suche nach Cordyceps in den abgelegenen alpinen Matten zu optimieren. Oft läßt sich erst vor Ort sicherstellen, wo wir am besten suchen. Und wo immer uns der Raupenpilz am Ende hindirigieren wird, die Umwelt wird absolut beeindruckend und die Landschaft wunderschön sein. Da wir weite Entfernungen zurücklegen und viele Höhenzonen durchqueren, werden wir den Raupenpilz in seiner vollen “Blüte” begegnen. Zudem werden wir auf der Tour eine ganze Bandbreite an Höhenzonen bis in eine Höhen von fast 5000m erleben und deren reiche Flora, Fauna and Mycota bestaunen können.
Sollten Sie daran interessiert sein, an dieser Reise teilzunehmen, lassen Sie mich es bitte so bald wie möglich wissen. Die begrenzte Teilnehmerzahl und die Einzigartigkeit der Reise wird sicher dazu führen, dass die Plätze bald vergeben sein werden. Die Reiseleitung wird auf Englisch und wenn notwendig und gewünscht auch auf Deutsch durchgeführt. Um die Erfahrung zu optimieren wird die Gruppengrösse auf 12 Teilnehmer begrenzt.
Die Ereignisse des letzten Jahres in Tibet haben uns gelehrt die Planung noch flexibler als sonst anzugehen. Wir haben etliche Routen mit unseren tibetischen Reisepartnern in Lhasa, Gyalthang/Shangrila und Chengdu abgeklärt. Zum Glück sind dieses Jahr Flugtickets günstiger und Flieger weniger früh ausgebucht als im letzten Jahr. Auch ist der Olympiawahnsinn vorbei, der den Tibetern ein sehr schwieriges Jahr beschert hatte. Trotz aller dieser Herausforderungen und dem Sichuan-Erdbeben obendrein haben wir unsere 2008 Cordyceps Expedition erfolgreich durchgeführt und alle Teilnehmer waren begeistert und hatten viel Vergnügen. Unsere tibetischen Partner waren sehr dankbar, dass wir ihre Dienste in Anspruch genommen hatten und kümmerten sie sich nicht nur hervorragend um uns, sondern hatten uns gerade zu verwöhnt. Für Reisende sind halbleere Hotels, Sehenswürdigkeiten und Flieger doch sehr angenehm. Wir erwarten auch in diesem Jahr, dass der Tibettourismus nicht die Rekordwerte von 2007 erreichen wird. Im Hinterland, wo wir zumeist unterwegs sind, merkt man von all dem Tourismus, der auf ein paar wenige Zentren konzentriert ist, zum Glueck eh nichts, dafuer muss man dann aber Abstriche in Komfort und Hygiene akzeptieren. Als "Notlösung" stehen uns immer die tibetischen Gebiete in Nordwest Yunnan zur Verfügung. Falls Sie den Photobericht der 2008 Cordyceps Expedition durchgesehen haben, werden Sie verstehen, warum sich Anführungszeichen bei Notlösung befinden. Das Gebiet ist absolut artenreich, hat eine wunderschöne und einzigartige Topographie und dazu reiche Pilzressourcen. Kurzum NW Yunnan ist immer eine Traumlösung, aber eine der Ideen der Cordyceps Expedition ist auch immer wieder vertrautes Terrain hinter uns zu lassen und Neuland zu erkunden.
Sollten Sie von dieser Reiseidee begeistert sein, leiten Sie bitte diese Information an die richtigen Leute weiter. Auf meinen Netzseiten sind zahlreiche Photos von Pilzen, Pflanzen, Tieren, Land und Leute in Tibet abgebildet und beschrieben, speziell in der Sektion "Photo Essays".
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